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WN  30.08.11  

Hobby-Kicker schnappten sich den Pokal


Saerbeck - Hobbykicker und Rasengötter aus der Umgebung trafen sich am Samstag im Stadion an der Lindenstraße. Die diesjährige Auflage des „Opel Berkemeier Funcup“ lockte besonders auswärtige Mannschaften an. Dabei zeigte das Turnier seine sportliche Seite. Statt Kampf um Meter an der Theke stand der Wettkampf auf dem Rasen an erster Stelle. Ein starke Vorstellung lieferten die angereisten Gäste aus Litauen. Mit viel Spaß und ansehnlichem Fußball präsentierten sich die Kicker aus Rietavas. Der Partnerschaftsverein hatte gleich drei Mannschaften aus der Partnerschaftsgemeinde die Möglichkeit geboten, an dem Turnier teilzunehmen.

Neben den internationalen Teilnehmern galt die angereiste Betriebssportmannschaft von Grün-Weiß Emsdetten als klarer Titelfavorit. Dennoch blieb der Pokal in Saerbeck. Die Westladbergener-Hobby-Kicker, eine der wenigen Traditions-Mannschaften, die in diesem Jahr antraten, entschieden das Turnier für sich. Neben der Bauernbande aus Saerbecks Umgebung unterstützte Falkes A-Jugend das Team.

Die Seniorenmannschaften des Sportvereins konnten in diesem Jahr nicht teilnehmen. Zum Bedauern von Organisatoren und Spielern lag der Termin am Tag vor dem ersten Heimspiel der Falken, konnte durch den festen Anreisetag der Gäste aus Rietavas aber nicht verschoben werden. „Für das nächste Jahr werden wir eine Lösung finden, die allen Teams die Teilnahme ermöglicht“, versprach Organisator Bernhard Voskort.

Auch die Stimmung am Spielfeldrand war gut, obwohl wegen des schlechten Wetters deutlich weniger Zuschauer das Spektakel auf dem Rasen verfolgten. Die Wetterfesten erfreuten sich dennoch an der guten Stimmung. Als ein „Highlight des Jahres“ beschrieb Pokalsieger Matze Winkeljann den „Funcup“ in diesem Jahr.

Für das kommenden Jahr haben die selbstbewussten Westladbergener ihre Titelverteidigung schon jetzt angekündigt, müssen jedoch mit stärkeren Gegnern aus dem eigenen Dorf rechnen.


Franz Lüttmann, MZ, 20.06.2011

Schützen in Westladbergen

Der späte Greiling macht's

SAERBECK. "Der Vogel sitzt ja immer noch drauf!" - Als Ludger Greiling am Freitagabend kurz vor Mitternacht von einer anderen Verpflichtung zur Vogelstange kam, wunderte er sich. "Ich zeig euch jetzt, wie man das macht!"

 

Ludger Greiling nahm also das Gewehr entgegen - und schon beim dritten Schuss fiel der Vogel schließlich aus der Halterung, Westladbergen hatte einen neuen Schützenkönig. Oberst Tonius Grüter hielt die Zeit fest: 00.03 Uhr.

Zum Jubeln

Spät ist es immer - und dunkel ist es auch, wenn Westladbergen einen neuen Schützenkönig feiern darf. Dabei begann das Fest am Freitagabend schon um 18 Uhr mit einem Gottesdienst vor der Marienkapelle. Anschließend wurden die Jubelkönige geehrt. Das waren in diesem Jahr Reinhard Gilhaus, König vor 25 Jahren, und Willi Deitermann, König vor 40 Jahren. Aufgerufen wurden auch der Vorjahreskönig Theo Stegemann und seine Gattin Reinhilde, sowie das Kinderkönigspaar Hendrik Lehringsfeld und Hannah Rüschenschmidt.

Das Ringen um den Nachfolger von Theo Stegemann indes dauerte lang, bis Ludger Greiling "kam, (die Situation über-)sah und siegte".

Stimmung trotz Gewitter

Er und seine Frau Astrid baten Christel und Udo Stegemann sowie Daniela und Timmy Rüschenschmidt in ihren Hofstaat. Sie und das am Samstagvormittag ermittelte Sternkönigspaar Georg und Irmgard Lehringfeld sowie das Kinderkönigspaar wurden am Samstagnachmittag vom Hof des amtierenden Kaisers Willi Schmiemann ausgeholt. Als die Schützenbrüder mit dem Spielmannszug an der Spitze auf dem Hof eintrafen, gab es ein kurzes, heftiges Gewitter, das für eine Unterbrechung sorgte, aber nicht die gute Stimmung aller Beteiligten dämpfen konnte.

Nach der vom Oberst Tonius Grüter in gewohnt launiger Form abgewickelten Proklamation marschierten alle Majestäten mit ihren Damen und den Schützenbrüdern unter den Klängen des Spielmannszugs zum Festzelt.

Hier schloss sich das Kaffeetrinken für die Schützenbrüder und ihre Angehörigen an. Das Schützenfest 2011 beschloss abends der Königsball auf dem Festzelt. Als die Letzten nach Hause wanderten, war die Sonne über Westladbergen bereits wieder aufgegangen.


Franz Lüttmann, MZ, 13.06.2011

Kinderschützen Westladbergen

Könner an der Armbrust

SAERBECK  Hendrik Lehringfeld heißt der neue Kinderschützenkönig in Westladbergen. Mit sagenhaften 27 von 30 möglichen Treffern war Hendrik Lehringfeld am Sonntag der beste Schütze mit der Armbrust.

Zu einem Kinderkönig gehört auch eine Kinderkönigin. Für Hendrik Lehringfeld war von vornherein klar, dass nur Hannah Rüschenschmidt in Frage kam. „Wir kennen uns schon lange, wir waren schon zusammen in der Krabbelgruppe!“ erinnerte sich der neue Kinder-Schützenkönig von Westladbergen. Auch besuchten sie gemeinsam den Kindergarten.

Nun gehen sie zusammen zur Grundschule und sitzen im Schülerbus nebeneinander. Das schweißt zusammen. Drei Serien durften die Mädchen und Jungen auf die Zehnerscheibe schießen, die beste wurde gewertet. Hinter dem neuen Kinderkönig belegten Timon Teigeler und Chris Stegemann mit ebenfalls guten Serien die nächsten Plätze. In Westladbergen sind alle Bewohner Nachbarn.

Wenn dann der Schützenverein zum Familiennachmittag einlädt, kommen alle, „Das ist heute wieder ein Mehrgenerationentag“, sagte am Pfingstsonntag Georg Schmiemann, Vorsitzender des Bürgerschützenvereins Westladbergen. Schaute man auf dem Hof Albert Pottmeyer in die Runde, so kam man auf vier Generationen.

Die älteste Teilnehmerin war Maria Pottmeyer mit 89 Jahren, die jüngste saß auf Pappis Arm. Willi Schmiemann, der amtierende Kaiser, ließ es sich nicht nehmen, auch im Rollstuhl sitzend dabei zu sein, auf den er nach einem schmerzhaften Sturz einige Zeit angewiesen ist. Das nahe Schützenfest war an diesem Nachmittag das Gesprächsthema schlechthin. Am Freitag, 17. Juni, beginnt es mit einem Gottesdienst um 18 Uhr vor der Marienkapelle, es schließt sich im Schützenwald das Schießen um den neuen König und Nachfolger von Theo Stegemann an.

Am Samstag stehen ab 10 Uhr das Sternkönigschießen und nachmittags um 14.30 Uhr das traditionelle Ausholen des neuen Königpaars mit seinem Hofstaat vom Hofe Schmiemann auf dem Programm. Auf dem Festzelt folgt das Kaffeetrinken für alle Schützenbrüder und ihre Familienangehörigen. Das Schützenfest beschließt ab 20 Uhr der Königsball auf dem Festzelt neben dem Hotel Stegemann.

 


 

Christoph Grüter, WN, 13.06.2011

 

Hendrik Lehringfeld treffsicher

Saerbeck - Hendrik Lehringfeld und Hanna Rüschenschmidt regieren in Westladbergen den Schützennachwuchs. Beim Kinderschützenfest auf dem Hof Albert Pottmeyer zeigte sich Hendrik Lehringfeld am Pfingstsonntag als der treffsicherste Schütze unter den Kindern des Schützenvereins Westladbergen. Mit der hölzernen Armbrust konnte er in spannenden Wettbewerbsrunden die kleinen Pfeile am besten platzieren und ließ seine aussichtsreichsten Mitbewerber Chris Stegemann und Timon Teigeler hinter sich.


Dicht umlagert war der Schießstand beim Familiennachmittag, schließlich hatten sich 30 Jungen und Mädchen in die Bewerberliste eintragen lassen und Eltern und Großeltern zum Daumendrücken mitgebracht. Während Ludger Teigeler dafür sorgte, dass beim Kinderkönigschießen alles mit rechten Dingen zuging, konnten die Erwachsenen bei herrlichem Wetter an einer großen Kaffeetafel Platz nehmen, leckeren Kuchen und frischen Kaffee genießen.
 

Für die Unterhaltung der Kinder war bestens gesorgt. Beim Kettcarfahren, beim Spielen im Sand und beim Toben auf der Hüpfburg wurde die Zeit nicht lang. Hauptattraktion aber war das Armbrustschießen um die Kinderkönigswürde. Wie hat man die Zielscheibe am besten im Visier? Beide Augen auf, oder ein Auge fachmännisch zugekniffen? Spannend blieb der Wettbewerb bis zum Schluss. Ganz offiziell geehrt wird das Kinderkönigspaar 2011 am kommenden Freitag und Samstag beim „großen“ Schützenfest in Westladbergen. Schon am vergangenen Freitag haben die Schützen die Vogelstange geschmückt. Am nächsten Freitag, 17. Juni, beginnt das Schützenfest mit einem Gottesdienst um 18 Uhr an der Marienkapelle. Anschließend geht es zum Königschießen. Beim Ausholen aller Majestäten am Samstagnachmittag auf dem Hof Schmiemann sind Hendrik Lehringfeld und Hanna Rüschenschmidt als neues Kinderkönigspaar in Westladbergen dann auch dabei.
 


WN, 14.06.2011

Brücke marode: Halbseitige Sperrung
 

Saerbeck - Die Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal zwischen Saerbeck und Lengerich - Lengericher Damm - ist ab sofort nur noch einspurig befahrbar. „Das Kreis-Straßenbauamt reagiert damit auf das Ergebnis einer Prüfung, die das Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine als Brückenbaulastträger kürzlich durchgeführt hat. Dabei stellten die Sachverständigen fest, dass die Brücke Korrosions- und Ermüdungsschäden aufweist, welche die Tragfähigkeit beeinträchtigen“, heißt es in einer Mitteilung. Um jeder Gefahr vorzubeugen, solle auf der Brücke der Begegnungsverkehr, insbesondere von Schwerlastfahrzeugen, verhindert werden. Eine Ampel regele den Verkehr. Das werde so bleiben, bis die ohnehin geplante neue Brücke fertiggestellt ist. Deren Neubau ist für 2013/ 2014 vorgesehen (WN berichteten).
 

 

Sonja Kostersitz, MZ,  15.06.2011

Neubau geplant

 

Marode Kanalbücke nur noch einspurig befahrbar

SAERBECK Die Kanalbrücke zwischen Saerbeck und Lengerich ist marode, eine neue zu bauen unumgänglich. Um sie bis zum Baustart zu entlasten, wird sie einspurig. Wie lange, ist offen – denn der Baustart ist es zur Stunde auch.

Fährt man den Lengericher Damm hinunter, wartet sie schon, die rostige alte Dame, die den Dortmund-Ems-Kanal nun schon seit Jahrzehnten quert, allein der Überbau ist auf 1935 datiert. „Korrosions- und Ermüdungserscheinungen“ attestiert das Gutachten der altersschwachen Brücke, die zwar vor mehr als drei Dekaden komplett überholt und mit Gehwegen versehen wurde, nun jedoch ihre Tage endgültig gezählt hat.

Nun greift das Kreis-Straßenbauamt ein, macht Nägeln mit Köpfen und die zweispurige Bahn einspurig. Eine Ampel wird installiert, das altersschwache Bauwerk entlastet. Und nun? „Jetzt machen wir erstmal gar nichts“, sagt Reinhard Labjon vom Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine, das den Zustand der Brücke vor Ort eruiert hat. „Die Maßnahme ist erst für die nächsten Jahre vorgesehen.“

Und so bleibt die Brücke erst einmal um eine Ampel reicher und um eine Spur entlastet. „Bis auf Weiteres“, so die Info des Kreises. „Die Maßnahme“, erklärt Brückenprüfer Labjon, sei im Programm noch gar nicht vorgesehen, man habe handeln müssen und müsse nun erst einmal planen. „Aber da noch viel Geld hineinzustecken, das lohnt sich nicht.“ Da ist der Neubau lukrativer. Wann die Brücke erneuert wird, wie lange die Baumaßnahmen tatsächlich dauern – alles erst in Planung.

Immerhin: Die Ampel steht, die Gefahr ist gebannt und die Einspurigkeit vorerst des Fahrers treuer Begleiter. „Nun, bei einer solch einschneidenden Verkehrsbeeinträchtigung sollten wir das Projekt doch priorisieren“, schiebt Reinhard Labjon hinterher, das Programm rasch aktualisieren. Denn das ist ja nicht nur die Planungszeit, sondern auch die Zeit danach. Etwa ein Jahr veranschlagt Reinhard Labjon für den Neubau „und das ist nur die reine Bauzeit“. Hinzu kämen noch ein gutes halbes Jahr Vorplanung, dann die Projektausschreibung, Stahlbestellung... Ines Reinermann sieht‘s gelassen.

Die Leiterin des Saerbecker Ordnungsamtes hofft darauf, dass der örtliche Verkehr nicht allzu viel von der plötzlichen Einspurigkeit zu spüren bekommt. „Die Brücke ist ja nicht komplett gesperrt“, sagt Ines Reinermann, und die Saerbecker, die auf die A1 wollen, führen meist über Westladbergen oder Greven. Rückstau? „Ich denke, das entzerrt sich auf der Strecke wieder.“ Lang genug ist er ja, der Lengericher Damm. Des Autofahrers Atem müsste sich da notfalls anpassen.

 
 
 
 

Die K2 Richtung Lengerich ist künftig nur noch einspurig befahrbar, eine Ampel regelt dann den Verkehr. Wie lange dieses Provisorium halten muss, bleibt abzuwarten: Den Start zum Neubau der Kanalbrücke hat der Kreis noch nicht auf dem Plan. (Foto: Sonja Kostersitz)


 


 

Maria Grüter, WN,  24.Mai 2010

Treffsicher mit der Armbrust
 

Saerbeck - Lars Bering und Lilly Ventker-Stegemann regieren in Westladbergen den Schützennachwuchs. Beim Kinderschützenfest auf dem Hof Albert Pottmeyer zeigte sich Lars Bering am Pfingstsonntag als der treffsicherste Schütze unter den Kindern des Schützenvereins Westladbergen. Mit der hölzernen Armbrust konnte er in spannenden Wettbewerbsrunden die kleinen Pfeile drei Mal in der Mitte der Zielscheibe platzieren und errang 28 Punkte. Zweiter wurde nach einem spannenden Stechen Chris Stegemann, auf Platz drei landete Marius Behring.


Dicht umlagert war der Schießstand beim Familiennachmittag des Schützenvereins Westladbergen an der Rasenschule Pottmeyer, schließlich hatte sich eine große Zahl von Jungen und Mädchen in die Bewerberliste eintragen lassen und Eltern und Großeltern zum Daumendrücken mitgebracht. Während Ludger Teigeler dafür sorgte, dass beim Kinderkönigschießen alle Richtlinien eingehalten wurden, konnten die Erwachsenen bei herrlichem Wetter an einer großen Kaffeetafel unter der neuen, mit einem Gründach versehen Halle, Platz nehmen, leckeren Kuchen und frischen Kaffee genießen.
 


Für die Unterhaltung der Kinder des Schützenvereins war bestens gesorgt. Beim flotten Kettcarfahren und beim Toben auf der Hüpfburg wurde die Zeit nicht lang. Hauptanziehungspunkt aber blieb das Armbrustschießen um die Kinderkönigswürde. Wie hat man die Zielscheibe am besten im Visier? Beide Augen auf, oder ein Auge fachmännisch zugekniffen? Spannend blieb der Wettbewerb bis zum Schluss.

Ganz offiziell geehrt wird das Kinderkönigspaar 2010 am kommenden Freitag und Samstag beim „großen“ Schützenfest in Westladbergen. Schon am vergangenen Freitag haben die Schützen die Vogelstange im Schützenwäldchen hinter der CAJ-Werkstatt geschmückt. Am nächsten Freitag, 28: Mai, beginnt das Schützenfest in Westladbergen mit einem Gottesdienst um 18 Uhr an der Marienkapelle und anschließendem Königschießen. Beim Ausholen aller Majestäten am Samstagnachmittag auf dem Hof Schmiemann sind Lars Bering und Lilly Ventker-Stegemann als neues Kinderkönigspaar von Westladbergen dann auch dabei.

 

 

20.05.2010   Marlies Grüter,  WN       

 

 

„Staatsfeiertag“ in Westladbergen

Saerbeck - „Schützenfest, das ist doch nach Weihnachten, Ostern und Pfingsten das vierte Hochfest in Westladbergen.“ Willi Schmiemann lacht und blättert im Kalender den Termin fürs diesjährige Westladberger „Hochfest“ auf: Am Freitag, 28. Mai, und am Samstag, 29. Mai, wird in der Bauerschaft mit dem Schützenverein wieder zünftig gefeiert. Für Willi Schmiemann und seine Frau Caroline hat das Schützenfest 2010 eine besondere Bedeutung: nicht nur, weil damit das erste Amtsjahr von Willi Schmiemann als Schützenkaiser von Westladbergen endet und sein Sohn Georg, der im vergangenen Jahr den Vogel abschoss, die Königswürde abgeben muss. Nein, es gibt noch einen weiteren, ganz besonderen Grund zum Feiern:


Willi Schmiemann ist Jubelkönig des Vereins. Vor 50 Jahren, beim Schützenfest 1960, holte er den Vogel von der Stange. „Geplant war das nicht“, zwinkert Willi Schmiemann, „aber meine Frau sollte doch mal eine echte Königin sein.“ Im Hofstaat waren 1960 Alfred und Gisela Stallfort sowie Hermann und Erna Strotbaum. „Das war ein tolles Fest, gefeiert wurde noch am Dienstag nach Pfingsten“, erinnert sich Schmiemann. Geändert wurde der Termin - vornehmlich wegen der Montgolfiade, die damals noch in Westladbergen stattfand - auf das Wochenende nach Pfingsten erst 1991.
 


Vieles hat sich in den vergangenen 50 Jahren verändert, geblieben aber ist die Verbundenheit der Westladberger mit „ihrem“ Fest. 1960 war das Schützenfest noch neben dem Feuerwehrfest das größte gesellschaftliche Ereignis in der Bauerschaft, da es neben dem sonntäglichen „Danz up de Diäl“ und der Familienfeiern keine großen Feste gab. „Der Terminkalender heute ist schon mehr gefüllt, aber Schützenfest ist noch immer Staatsfeiertag in Westladbergen“, sagt Willi Schmiemann.

Ein Tag, auf den sich groß und klein in Westladbergen lange freut: Am Freitagabend (28. Mai) geht´s zum Vogelschießen ins „Büschchen“ hinter der CAJ-Werkstatt. Am Samstag (29. Mai) folgt nach dem Sternkönigschießen am Vormittag, dem Ausholen der Majestäten und dem Kaffeetrinken am Nachmittag abends der Königsball im Festzelt, bei dem wieder die Mesumer Feuerwehrkapelle zum Tanz aufspielt. Natürlich gibt´s dann auch einen Ehrentanz für das Jubelkönigspaar.

Seine Vorboten schickt das Schützenfest schon am Pfingstwochenende. Am heutigen Freitag treffen sich alle Schützenbrüder um 19.30 Uhr zum traditionellen Schmücken der Vogelstange bei Familie Brockmeyer. Für die musikalische Unterstützung sorgt der Spielmannszug Westladbergen. Am Pfingstsonntag, 23. Mai, wird das Kinderschützenfest des Vereins mit einem gemütlichen Familiennachmittag gefeiert. Eingeladen dazu sind alle Mitglieder mit ihren Familienangehörigen vom jüngsten Nachwuchsschützen bis zur Seniorenabteilung. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Hof Albert Pottmeyer. Das Organisationsteam hat lustige Spiele für die Kinder vorbereitet und bei Kaffee, Kuchen und Grillwürstchen kommen auch die Erwachsenen auf ihre Kosten.

 


Karneval in Westladbergen

Ballerinas ließen es auf der Bühne krachen

 Von Franz Lüttmann am 25. Januar 2010 15:52 Uhr

 SAERBECK Tüll, Strapse und Netzstrümpfe: Nicht Damen bildeten den Elferrat, sondern gestandene Männer. Neun „Westladbergener Ballerinas“ folgten der Sitzungspräsidentin Marlies Pottmeyer und ließen es auf der Bühne krachen.

Mehr oder weniger anmutig boten sie ihren Elferrats-Balletttanz an, aber insbesondere die Damen im Publikum schauten mehr auf die Tüllröckchen und schöne Männerbeine. „Über unsere Aufmachung dürft ihr nicht lachen: das sind ganz teure Sachen“, beteuerte Theo Stegemann bei der Vorstellung seiner Männer.

Das närrische Winterfest der Bürgerschützen Westladbergen begeisterte und unterstrich ein weiteres Mal, dass Akteure aus den eigenen Reihen am besten ankommen. So hielt ein junger Mann (Ulla Vagedes) mit Sprachfehler um die (oder den?) „Hund“ der Tochter an, denn er konnte kein „A“ aussprechen.

Beruflich handelte er mit „Duchpuppen“ (Dachpappen) und unternahm gern Urlaubsreisen. Begeistert erzählte er der staunenden Mutter (Pinne Schmitter) von seiner „Fuhrt mit dem Bununendumpfer durch den Punumu-Kunul“ Die Zuhörer rollten sich vor Lachen, selbst beide Akteurinnen schnappten zwischendurch nach Luft.

Im Rathaus

Stefan Winkeljann stellte sich schon vor drei Jahren als bestes Beispiel der Pisa-Studie vor. Mit der Lebensweisheit „Wer regelmäßig versagt, ist doch auch zuverlässig“. Seine Mutter riet ihm, Handwerker zu werden. „Die kommen auch nicht, wenn man sie braucht!“ Angst vor der Arbeit hatte er keine, er nahm kurzzeitig viele Jobs an, unter anderem im Rathaus. Er stellte schnell fest, warum es dort zwei Ein- und Ausgänge gibt: „Damit die Angestellten, die spät kommen, denen nicht begegnen, die zu früh gehen!“

Wenn Ludger Greiling, Gebäude-Manager im Rathaus, das Gebäude verlässt, kann er offensichtlich ohne Leibwächter nicht mehr nach draußen gehen. Markus Hinning und Timmy Rüschenschmidt begleiteten ihn auch zum Karneval in Westladbergen bei Stegemann. Abgründe taten sich auf bei seinem Rückblick auf die Ereignisse in Westladbergen im Jahr 2009 auf. Am lautesten lachten die, die nicht betroffen waren.

Beifall für die ABBA-Girls und die Staubsauber-Damen

Zwischendurch traten Tanzgruppen auf. Die ABBA-Girls und die Staubsauger-Damen erhielten viel Beifall. Natürlich waren auch die Blauen Funken, die junge Tanzgarde des SC Falke, und ihre Solotänzerinnen dabei. Sie eroberten sich auch die Westladbergener Herzen im Sturm. Erst nach drei Stunden endete ein kurzweiliges Programm.
 


von Marlies Grüter, 25.01.2010

 

Kampf mit der Strumpfhose gewonnen

Westladbergen - Wo gibt es das noch? Liebreizende „Ballerinas“, die im rosa Röckchen die karnevalistische Regie übernehmen, während wuschelköpfige Neandertaler, gestandene Wikinger, hartgesottene Cowboys und kecke Abba-Girls ihnen zu Füßen sitzen? Klar: Das gibt es nur beim Karneval in Westladbergen. Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal im Hotel Stegemann am Samstagabend, als Sitzungspräsidentin Marlies Pottmeyer um 20.11 Uhr das närrische Treiben eröffnete. Für die „Abba-Girls“, das Elferratsteam 2009, hieß es zum letzen Mal „Mama Mia“, aber schwer fiel ihnen der Abschied von der Bühne nicht, denn charmantere Nachfolger hätten sie sich kaum wünschen können: Das Westladberger Männerballett, eine talentierte Truppe mit Rhythmus und Musik im Blut, hatte mit „Westladbergen Helau“ und einem Showtanz die Narren gleich auf seiner Seite.


Ober-Ballerina Theo Stegemann stellte seine Mittänzer dem Publikum vor: Alles gestandene Westladberger, die den Kampf mit der Seidenstrumpfhose erfolgreich gewinnen und sich mit der Ballerina-Karriere ein zweites Standbein schaffen konnten. „Super“, quittierten die Narren an den Tischen den Elferratsauftritt und freuten sich auf den „Mann mit Macke“ (Ulla Vagedes), der es seinem Gegenüber (Maria Schmitter) im Dialog nicht leicht machte. Die „Blauen Funken”, Falke-Tanzgarde, brachten den richtigen Schwung auf die Bühnenbretter. „Na, wenn das mal nicht in Arbeit ausartet“, gab´s kritisch-närrische Anmerkungen eines Arbeitssuchenden (Stefan Winkeljann), der sich im Beamtenmilieu ebenso gut auskannte wie bei der „mutwilligen Feuerwehr“.

Schlag auf Schlag ging´s weiter: Samba mit dem Staubsauger tanzte das 4711-versprühende „Hausfrauenballett“, als Versicherungsvertreter mühte sich Ingeborg Winkeljann einer Dame mit Format (Monika Joanning) die passende Versicherung zu verkaufen und der „Kalenderman“ (Ludger Greiling) mit der „Wla-Security“ hatte Wissenswertes herausgekramt. „Westladbergen ist längst CO2-neutral“, verkündete er der Westladberger Narrenschar. „Hier ist eben der Nabel der Welt.“

 


 

Saerbeck - Er ist ein echter Politiker. Nein, keiner, dem es um Diäten oder Karriere oder ums Image geht. Dazu ist Alfred Voskort, Landwirt aus Westladbergen, viel zu nüchtern, viel zu bodenständig. Aber er ist Politiker im ursprünglichen Sinne des Wortes: Ihm geht es ums Gemeinwesen, ums Gemeinwohl. Und da wollte er nie abwarten, bis „die da oben“ etwas tun. Er ist einer, der die Dinge lieber selbst in die Hand nimmt „Es saß im Blut. Man wollte mitentscheiden können“, sagt er und erzählt von seinem Vater, einem Gründungsmitglied der Saerbecker CDU. Er schaut dabei über das nebelverhangene Senffeld vor seinem Wohnzimmer und erinnert sich zurück an einen Tag vor 40 Jahren am gleichen Ort. Damals kam Dr. Anton Gerdemann, Tierarzt und Weggenosse des Vaters, um nach einem kranken Tier zu sehen. „Da standen sie dann, mein Vater und er, und sagten: In die CDU, da kannst du doch auch dringehen“, schmunzelt Voskort.


40 Jahre ist das her, so lange schon ist Voskort CDU-Mitglied. Die „wilden“ 68er-Jahre hat er miterlebt, aber in Westladbergen haben sie nur wenige Spuren hinterlassen. Als der Landwirt vor 25 Jahren erstmals für den Rat kandidierte, holte er den Wahlkreis mit dem Traumergebnis von 80 Prozent der Stimmen. „Da war hier alles schwarz.“


 

Voskort bemühte sich, das Vertrauen der Landwirte in ihn im Rat zu rechtfertigen. Ihre Themen schrieb er sich auf die Fahnen. „Bei der Flurbereinigung wurden die Wirtschaftswege hervorragend ausgebaut. Ich habe mich unwahrscheinlich dafür eingesetzt, dass die nicht verkommen.“ Vier Bürgermeister hat er erlebt in seiner Zeit im Rat. „Ich bin mit allen gut ausgekommen“, sagt er. Kein Wunder - Voskort hat nichts von einem Eiferer an sich. Aber auch nichts von einem Abnicker. Er ist einer, der argumentiert. Sich Argumente ruhig anhört. Überlegt. Dann entscheidet. So war das beispielsweise, als es um die Gesamtschule für Saerbeck ging. „Es hat schon eine Zeit gebraucht, bis ich mich mit dem Gedanken anfreunden konnte“, gibt er zu, dass es nicht leicht war, damals gegen die vorherrschende Meinung in der Bundes-CDU zu sein. Heute ist sich Voskort sicher, dass die Gesamtschule ein ganz dickes Plus ist für Saerbeck. Am meisten freut ihn aber ein anderer Erfolg: „Wenn ich ganz ehrlich sein soll - das war das Grüne Zentrum. Davon hat Saer­beck sehr profitiert.“ Und dass das Dorf dem Mitbewerber Emsdetten damit ein Schnippchen schlug, macht den Westladbergener auch nicht gerade traurig.

Jetzt aber ist Voskort in den politischen Ruhestand gegangen - er ist nicht mehr im neuen Rat. Für sein Hobby, die Jagd, wird er mehr Muße haben. Und natürlich für die drei Enkelkinder. Aber für Politik interessiert er sich weiterhin. Lokal, national, international. Und natürlich hat er auch eine Meinung dazu, was in Saerbeck jetzt angepackt werden muss: „Wir müssen Bauland haben - händeringend.“

von Monika Gerharz, WN

 

 

 


Westladbergen

Scheunenbrand

Von Alfred Riese und Peter Henrichmann am 20. Oktober 2009 20:01 Uhr

SAERBECK Auf einem Bauernhof in Westladbergen hat am Abend eine Scheune gebrannt. Einige Schweine und Rinder verendeten, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und andere Scheunen konnte aber vermieden werden. Die Feuerwehr war komplett ausgerückt.

Aktualisierung um 19.14 Uhr: Das Feuer ist auf dem Hofe Harlake in Westladbergen 34, in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße, die Saerbeck mit Ladbergen verbindet. Direkt gegenüber dem Wildfreigehege. Dort brennt ein Teil des Hofes, vermutlich eine Scheune, lichterloh. Die Flammen schlagen lichterloh in den Himmel. Es ist aus weiter Entfernung zu sehen.

Aktualisierung um 19.30 Uhr: Mehrere dutzend Rinder und Schweine stehen in der Scheune. Man versucht zurzeit, die Tiere herauszuholen. Das wird aber bei den Schweinen offenbar nicht mehr gelingt. Die Scheune hat einen Umriss von etwa 20 mal 20 Metern. Es sieht so aus, als würde sie komplett herunterbrennen. Die Scheune steht mitten auf der Hofanlage in unmittelbarer Nähe zu einem weiteren Scheunengebäude und dem Wohnhaus. Die Feuerwehr versucht, ein übergreifen der Flammen zu verhindern - aber die Funken fliegen.

Aktualisierung um 20.01 Uhr: Inzwischen ist die Scheune auf dem Hof Harlake komplett abgebrannt. Ein Bagger der Firma Wolters schiebt derzeit die kohlenden Reste zusammen. Die Feuerwehr konnte mit großem Einsatz die meisten Tiere retten, dennoch verendeten einige Schweine und Rinder. Ein Übergreifen aufs Wohnhaus konnte vermieden werden. Gegen 19.50 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.
 


 

Großbrand in Saerbeck - Haus und Stallungen vollständig ausgebrannt

Saerbeck - Um 18.44 Uhr ging bei der Kreisleitstelle die Meldung ein: Bauernhofbrand bei Harlake in Westladbergen. Als kurze Zeit später alle drei Löschzüge der Saerbecker Feuerwehr an der Brandstelle eintrafen, stand das alte Wohnhaus, in dem Stallungen untergebracht waren, schon lichterloh in Flammen.

Für uns ging es darum, ein Übergreifen der Flammen auf das neue Wohnhaus der Familie und auf weitere Nebengebäude zu verhindern sowie die Bullen und Schweine vor den Flammen zu retten“, so Gemeindebrandmeister Udo Meiners, der den Einsatz leitete. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Kameraden mit schwerem Atemschutz in die Stallungen eindringen, um die Tiere zu befreien.
Zur Unterstützung hatte die Saerbecker Wehr deshalb den Atemschutzgerätewagen aus Steinfurt angefordert. „

Mit elf C- und drei B-Rohren bekämpfte die Wehr den Brand. Die Wasserversorgung wurde aus einem 300 Meter entfernten Löschteich sicher gestellt. Genau das hatten die Kameraden noch vor wenigen Wochen bei der Herbstübung geprobt. Mit 60 Einsatzkräften waren die Löschzüge Saerbeck-Dorf, Sinningen und Westladbergen vor Ort und hatten gegen 20 Uhr die Brandstelle im Griff. Brandwachen bleiben die ganze Nacht über vor Ort.
 

meg -Westfälische Nachrichten

 

 


 

11.10.09

Uhlenberg-Besuch: „Das ganze Land schaut auf Sie“

Saerbeck - Dass es am Samstagmorgen bei seiner Ankunft an der CAJ-Werkstatt in Westladbergen wie aus Kübeln schüttete, das störte Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, nicht. Denn um so herzlicher fiel der Empfang aus, dem ihm rund 100 interessierte Saerbecker bereiteten. Sie waren in die CAJ-Werkstatt gekommen, um bei einem wichtigen Meilenstein auf dem Weg der Gemeinde hin zur klimaneutralen Kommune dabei zu sein. Schon seit dem 6. März darf sich Saerbeck „NRW-Klimakommune der Zukunft“ nennen, doch erst mit dem Förderbescheid gibt es jetzt auch die zugesagte finanzielle Unterstützung von insgesamt 1,1 Millionen Euro für die Projekte, die alle gemeinsam ein Ziel verfolgen: In Saerbeck bis zum Jahr 2030 so viel Energie aus regenerativen Quellen zu erzeugen wie im Dorf gebraucht wird. „Auf die Unterstützung des Ministeriums sind wir als Gemeinde angewiesen“, unterstrich Bürgermeister Wilfried Roos in seiner Grußadresse und spielte auf die Schwierigkeiten an, sich als kleine Gemeinde im Konzert der Großen bei der Vergabe von Fördermitteln Gehör zu verschaffen.

„Wir sind von Ihrem ganzheitlichen Konzept überzeugt und trauen der Gemeinde Saer­beck zu, dass sie nicht nur vom Klimaschutz redet, sondern aktiv etwas tut. Das ist beispielhaft. Das ganze Land schaut heute auf Sie“, formulierte der Minister und ließ sich informieren über die ersten Schritte in der Umsetzung des Klimakonzeptes. In einer Fragebogenaktion wurden bereits Potentiale zur energetischen Gebäudesanierung und zur Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebestand ermittelt. In einem zweiten Leitprojekt wird derzeit eine gläserne Heizzentrale im Schulzentrum geplant.

Wie alle Projekte zum Klimaschutz der Gemeinde durch ein innovatives Bildungskonzept begleitet werden, davon konnte sich der Minister ganz praktisch überzeugen. In einem Projekt mit der CAJ-Werkstatt installierten Jugendliche die erste regenerative Solartankstelle der Region. Der Minister weihte die Tankstelle ein und ließ es sich nicht nehmen, auf einem der mit Solarenergie betankten Elektro-Bikes eine Runde zu drehen. „Super. Das macht ja richtig Spaß“, so sein Kommentar. Dass es immer noch ein wenig regnete, machte ihm gar nichts aus . . .


 

von Marlies Grüter WN

 

 


 

05.10.09

Saerbeck- Demnächst kann in Saerbeck bei der Sonne getankt werden - vorerst mit dem Elektrofahrrad. Alois Plüster und ein Team Freiwilliger installieren derzeit vier Photovoltaikmodule auf einer Garage bei der CAJ-Werkstatt. Dieses kleine Sonnenkraftwerk wird einen dicken Akku versorgen. Und der wiederum ist mit Steckdosen verbunden, an denen Elektroräder aufgeladen werden können - oder vielleicht sogar Autos. „Wir können Pannenhilfe für Elektroautos bieten“, schmunzelte Plüster bei der Präsentation der Station. „Die Fahrer können bei Stegemann einen Kaffee trinken, während sie hier die Batterie aufladen.“


Hintergrund der Aktion: In Saerbeck soll das Solarzeitalter auch bei der Mobilität anbrechen. Die Fahrräder mit dem kleinen Elektromotor, im Fachjargon „Pedelecs“ geheißen, sind ideal für Fünf-bis Zehn-Kilometer-Radien - also beispielsweise für einen Trip von Westladbergen nach Saerbeck. „Wir wollen sie vor allem unseren Gästen zur Verfügung stellen“, erläutert Plüster. Und das hat seinen Grund: In der CAJ-Werkstatt verkehren vor allem junge Leute - und die sollen merken, dass das Rad mit Hilfsmotor keine Sache nur für Ältere ist, sondern richtig Gaudi macht. Schließlich sind die kleinen Flitzer ziemlich flott. Die drei Räder, die die CAJ-Werkstatt bekommen hat, haben sogar Nummernschilder und dürfen deshalb bis 40 Stundenkilometer machen. Bei Modellen ohne Zulassungsnummer ist eine Bremse eingebaut: Schneller als 25 Stundenkilometer laufen diese Pedelecs nicht. Plüster: „Die Fahrräder wurden so ausgewählt, dass sie auch für eine jüngere und sportlich ambitionierte Zielgruppe attraktiv sind.“

 

Und so funktionieren die Pedelecs , die im Handel etwa 1500 Euro pro Stück kosten: Die Räder werden mit einem Kabel in die Steckdose an der Tankstelle in Westladbergen gesteckt und eine Stunde aufgeladen. Sie haben eine Mindestreichweite von 40 Kilometern, sofern der Fahrer nicht tritt. Nutzt er den Motor dagegen nur an schwierigen Stellen, kann der „Saft“, der in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert wird, leicht 100 Kilometer weit reichen. Und wenn sich der Radler mal mit der Entfernung verschätzt, ist das kein Beinbruch: Dann kommt er immer noch mit Muskelkraft ans Ziel.
 

von Monika Gerharz, WN

 

 


 

04.Sept.09

Drei Sterne für Saerbecker „Wirtschaft“       

Saerbeck - Na, das hätte auch leicht ein Stern mehr sein können: Mit 351 Punkten ist das Hotel Stegemann vom Hotel- und Gaststättenverband mit drei Sternen ausgezeichnet worden. 250 wären nötig gewesen, um künftig offiziell als „Komfort-Hotel“ fungieren zu dürfen. Die nächste Stufe wäre dann das Vier-Sterne-Hotel mit dem Titel „First Class“. Aber darauf sind die Hoteliers in Westladbergen gar nicht so scharf. „Das schreckt auch manche Leute ab, weil sie denken, dass es dann eine ganz andere Preisklasse ist.“

Doch der in Deutschland freiwilligen Drei-Sterne-Prüfung wollte man sich stellen. „Die Klassifizierung wird immer mehr zum Kriterium für Buchungen“, betonte Renate Bölling-Lepper vom Hotel- und Gaststättenverband, als sie die drei Sterne nach Westladbergen brachte. In Westfalen gibt es mittlerweile 280 Drei-Sterne-Hotels, drei davon in Greven. In Saerbeck sind die Stegemanns Pioniere. Damit es mit der Auszeichnung klappte, haben sie ein bisschen „aufgerüstet“: Einige Räume und einige Badezimmer wurden umgebaut, die Ausstattung verbessert. Die Prüfer vom Gaststättenverband schauen zum Beispiel darauf, ob es in den 42 Zimmern Näh- und Schuhputzzeug, aber auch Internetzugang gibt. „Ohne geht es heute nicht mehr“, weiß Udo Stegemann. Schließlich sind 60 Prozent seiner Gäste Tagungsteilnehmer. Die Ausstattung der drei Tagungsräume mit Beamer, Leinwand und Mikrophon gehört deshalb ebenfalls zum Standart. Auch die Mehrsprachigkeit des Personals ist ein Kriterium. Stegemann: „Von unseren 15 festen Mitarbeitern sprechen viele mindestens zwei Sprachen.“
 
Über die Stegemannschen Sterne freuten sich übrigens nicht nur die Hoteliers. Auch die Gemeinde schmückt sich gerne damit. „Durch eine solche Auszeichnung wird auch der Name Saerbecks positiv nach außen getragen“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Paul Beckschwarte und überreichte einen sternengeschmückten Blumenstrauß. „Sie zeigt, dass auch die Wirtschaft im eigentlichen Sinne in Saerbeck Spitze ist.“

von Monika Gerhartz, WN

 

 

 

 

 


                                                                                                                                      07.06.09

Treffsicher im Doppelpack

Saerbeck - Eine höchst majestätische Adresse kennen alle Westladberger Navigationsgeräte seit dem vergangenen Wochenende: Die Kaiser- und Königsallee. Sie führt schnurgerade auf den Hof Schmiemann, denn hier sind sie zu Hause, das Kaiser- und das Königspaar 2009 des Bürgerschützenvereins Westladbergen.
 

Georg Schmiemann, seines Zeichens amtierender Vorsitzender der Schützenbrüder, holte am Freitagabend um kurz nach 21 Uhr den königlichen Holzvogel von der Stange, der sich gerade einmal 150 Minuten und ebenso viele Schuss Munition zu wehren wagte. Knapp zwei Stunden später stand fest: Auch der neue Kaiser der Westladberger Schützen heißt Schmiemann. „Köngisvater“ und Ehrenvorsitzender Wilhelm Schmiemann nahm mit 85 Jahren selbst das Gewehr in die Hand, um für die kommenden fünf Jahre die höchste Würde im Schützenverein zu erringen. Kimme, Korn und Schuss - ganz genau hatte Schmiemann sein Ziel im Visier, schließlich galt es, seiner Ehefrau Caroline mit der Kaiserinnenehre ein besonderes Geschenk zum 52. Hochzeitstag zu machen.
 

Zuvor hatten die Schützen mit einem Gottesdienst an der Marienkapelle das Schützenfest eingeläutet. Die „Schafskälte“ konnte die gute Laune beim anschließenden doppelten Vogelschießen im „Büschchen“ hinter der CAJ-Werk­statt nicht trüben. Die Westladberger Schützen und viele Gäste aus den Nachbarvereinen fieberten mit und gratulierten den Majestäten. Sie ließen besonders Kaiser Wilhelm Schmiemann und seine Frau Caroline sowie das neue Königspaar Georg und Reinhild Schmiemann hochleben. In den königlichen Hofstaat wurden Georg und Christel Teigeler sowie Antonius und Marlies Grüter berufen.

„Dass wir in diesem Jahr unseren Vorsitzenden als König ausholen können, ist das „I“ des Schützenfestes“, kommentierte Oberst Theo Stegemann beim Ausholen der Majestäten am Samstagnachmittag. „Dass unser Ehrenvorsitzender dann auch noch Kaiser wurde, das ist das Tüpfelchen“, so Stegemann. Geehrt wurden auch das Kinderkönigspaar Timon Teigeler und Linda Stegemann, die Jubelkönige Ludwig Behring (50 Jahre), Heinz Stegemann (40 Jahre) und Josef Teigeler (25 Jahre) sowie das Sternkönigspaar Reinhold und Claudia Rüschenschmidt.

In einer Polonaise zogen die Schützen mit ihren Majestäten zum Festzelt, wo schon eine gedeckte Kaffeetafel auf die große Schützenfamilie wartete. Am Abend spielte die „Mesumer Feuerwehrkapelle“ zum Kaiser- und Königsball und brachte eine tolle Stimmung ins Zelt. Für den Heimweg hatten die Schützen ihre „Navigationsgeräte“ natürlich schon eingestellt. Ziel: Kaiser- und Königsallee.
 

von  Marlies Grüter


 

Die Schmiemanns stellen Kaiser und König

Von Franz Lüttmann am 7. Juni 2009 16:58 Uhr

SAERBECK Aus Erfahrung gut: Willi Schmiemann ist neuer Kaiser in Westladbergen. Sein Sohn Georg, der 1. Vorsitzende der Bürgerschützen, ist neuer Schützenkönig.

Nachbarn schmückten die Hofeinfahrt mit einem Bogen und hängten Schilder auf: Kaiser- und Königsallee. Das traditionelle Ausholen der Majestäten vom Hofe Schmiemann fand also in diesem Jahr an prädestiniertem Ort statt. Bei kühlem, aber trockenem Wetter wurde das Schützenfest am Freitagabend mit einem Gottesdienst vor der Bauerschaftskapelle eröffnet, gefeiert mit Pastor Ceglarek. 

Ehrennadeln

Vor dem Abmarsch in den Schützenwald zeichnete Oberst Tonius Grüter die Jubelkönige Ludwig Behring (König 1959), Heinz Stegemann (König 1969) und Josef Teigeler (König vor 25 Jahren) mit Ehrennadeln aus. Zügig verlief das Schießen auf den Königs- und anschließend auf den Kaiservogel. Als Georg Schmiemann um 21 Uhr als Nachfolger von Ludger Teigeler feststand, wollte es sein Vater ihm nachmachen. „Es war auch wohl unser 52. Hochzeitstag am Freitag ein Grund, den Vogel zu schießen“, schmunzelte seine Frau Karoline. Und wie fühlt man sich so als Kaiser? „Zehn Jahre jünger und mehr!“ Willi Schmiemann ist 84 Jahre, war 1974 bis 1985 erster Vorsitzender des Schützenvereins und ist nun Ehrenvorsitzender.

Hofstaaat

Georg Schmiemann, Vorsitzender des Schützenvereins seit 1991, und seine Ehefrau Reinhild baten Marlies und Tonius Grüter sowie Christel und Georg Teigeler in ihren Hofstaat. Weiterhin wurden auf dem Hof Schmiemann der Sternkönig Reinhold Rüschenschmidt und seine Frau sowie das Kinderkönigspaar Timon Teigeler/Linda Stegemann ausgeholt. Theo Stegemann vertrat als Oberst Tonius Grüter beim Ausholen und kommentierte in der von ihm gewohnten launigen Art den Verlauf des Schützenfestes. „Heute ist der Tag, auf den wir lange gewartet haben!“ meinte er unter dem Beifall der Schützenbrüder. „Endlich ist es soweit, dass wir unseren Boss selbst von seinem Hof ausholen können!“

Spielmannszug

Dann marschierten die Schützenbrüder unter den Klängen des Spielmannszugs Westladbergen zum Festzelt. Hier stand das Kaffeetrinken und abends dann der Kaiser- und Königsball mit der Mesumer Feuerwehrkapelle auf dem Programm.

 


 

„Königsgene“ in Westladbergen

01.06.09

Saerbeck - Groß war die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber. Schließlich ging es am Sonntagnachmittag um die Würde des Kinderkönigs beziehungsweise der Kinderkönigin im Schützenverein Westladbergen. Dicht umlagerten die Mädchen und Jungen den „Schießstand“ am Hof Paul Winkeljann, um mit einer hölzernen Armbrust und kleinen Pfeilen das Schwarze in der bunten Zielscheibe zu treffen. „Das ist spannend und macht richtig viel Spaß“, fanden die vielen Nachwuchsschützen, die mit ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern zum fünften Familiennachmittag mit Kinderschützenfest des Bürgerschützenvereins Westladbergen am Pfingstsonntag gekommen waren. Während die Erwachsenen an einer großen Kaffeetafel frischen Kaffee und leckeren Kuchen genossen, war für die Unterhaltung der Kinder bestens gesorgt. Höhepunkt aber war natürlich das Armbrustschießen um die Kinderkönigswürde. Wie hat man die Zielscheibe am besten im Visier? Beide Augen auf, oder ein Auge fachmännisch zugekniffen? Spannend blieb der Wettbewerb bis zum Schluss. Timon Teigeler entschied schließlich das Kinderkönigschießen 2009 für sich ganz nach dem Motto: Wie der Vater, so der Sohn, denn Papa Ludger Teigeler ist amtierender König der Westladberger Schützen. Als Königin erwählte Timon Teigeler die beim Schießen Zweitplatzierte Linda Stegemann. Auch Timo Stegemann als Drittplatzierter ging nicht leer aus.


Ganz offiziell geehrt wird das Kinderkönigspaar am kommenden Freitag und Samstag beim „großen“ Schützenfest in Westladbergen. Am Freitag, 5. Juni, beginnt das Schützenfest in Westladbergen mit einem Gottesdienst um 17 Uhr an der Marienkapelle. Danach heißt es: „Antreten zum König- und Kaiserschießen“. In einem Festzug geht es zum Schützenwäldchen hinter der CAJ-Werkstatt. „Gäste sind beim Gottesdienst und beim anschließenden Schießen herzlich willkommen“, lädt der Vorstand der Westladbergener Schützen ein. „Bei sommerlichen Temperaturen ist es unter dem Blätterdach der großen Bäume sehr gemütlich.“

Am Samstag steht vormittags das Sternkönigschießen auf dem Programm. Nachmittags werden um 14.30 Uhr alle Majestäten, darunter auch das Kinderkönigspaar, am Hof Schmiemann ausgeholt. In einem Umzug durch die Bauerschaft geht`s von hier aus zum Festzelt, wo eine gedeckte Kaffeetafel schon auf die Schützengemeinde wartet. Für das passende Marschtempo sorgt der Spielmannszug.

Abends spielt zum großen Königsball die bekannte Mesumer Feuerwehrkapelle im Festzelt am Hotel Stegemann.

 

von Christoph Grüter


 

25.01.09

Karnevalssitzung in Westladbergen

Rezeptfrei mit Nebenwirkungen

Saerbeck - Super-Trooper-Abba-Stimmung, ein begeisterndes Bühnenprogramm mit unverwechselbarem Lokalkolorit und eine bestens aufgelegte neue Sitzungspräsidentin - das war die perfekte närrische Mischung am Samstagabend bei der Karnevalssitzung des Schützenvereins Westladbergen.


Bettina Löckemann, karnevalserfahrenes Bühnentalent, hatte bei ihrer Premiere als „Frontfrau“ des närrischen Treibens keine Mühe, das karnevalistische Publikum im voll besetzten Saal des Hotels Stegemann auf die Session einzuschwören, denn mit flotten Rhythmen und fetzigen Kostümen sorgte der Elferrat der „Abba-Girls“ gleich beim Einzug für den ersten Höhepunkt des Abends. Die blond-, braun- und schwarzgelockten „Girls“, allesamt weit gereist und der Liebe wegen schließlich im „gelobten Land“ Westladbergen hängen geblieben, heizten den Karnevalisten kräftig ein. Da gab`s für die Figurprobleme, von denen Rita Ansmann dem Publikum erzählte, nur eine Lösung: Lachen und Applaudieren, oder vielleicht doch ein kleines Stoßgebet, um reichlich Punkte für die „Church-Card“ zu sammeln?

      Von dieser allerneuesten Erfindung aus dem St.-Georg-Kirchspiel wussten nämlich Magdalene Remke und Ulla Vagedes zu berichten. „Die Kollekte könnt ihr damit abbuchen lassen, und auch am Weihwasserbecken funktioniert die Karte, wenn ihr genügend Pluspunkte gesammelt habt“, dozierten die Damen. „Bei Gold und Platin gibt`s sogar extra Sitzkissen für die Kirchenbank“, wussten sie. Die „Church Card“ besaßen Monika Joanning und Ingeborg Winkeljann (noch) nicht, dafür aber Klobürsten, Putzmittel und reichlich amüsante Geschichten, die sie als „Putzteufel“ den Westladbergern mit spitzer Zunge und einer großen Portion Humor kredenzten.


 

Zwischendurch brachte das Ballett der ReKaGe mit bunten Showtänzen aus fernen Ländern Bewegung auf die Karnevalsbühne. Sehr zur Freude von Thomas Maria Kron (Thomas Löckemann), Dr. Andrea Mari Huana (Andrea Heckmann), Professor Stefan Weihenstephan (Stefan Winkeljann) und Bettina Azubina (Bettina Löckemann), dem ausgewiesenen Gesundheitsteam der „WLA-Apotheke“ im „kuh-len Kurort Bad Westladbergen“, in dem sich alles um das „weiße Gold“ aus dem Milchvieheuter dreht. „Wir behandeln zwei- und vierbeinige Rindviecher“, so die Devise der Experten, die mit einem Augenzwinkern für jedes Problemchen und Wehwehchen die passenden Rezepte und hochprozentigen „Tröpfchen“ parat hatten und den florierenden „Ku(h)rbetrieb“ in Saerbecks Osten, „dem Land der aufgehenden Sonne“ in leuchtenden Farben schilderten. Ob beim „Kuhbingo“ oder beim „Viehtriebtriathlon“ mit schwimmenden Rindern im Kanal - für beste Unterhaltung sorgte das medizinische Quartett.

Da wünschten sich alle Jecken nichts mehr als einen Ku(h)rschatten, rezeptfrei aus der WLA-Apotheke mit nur einer Nebenwirkung: Allerbeste Karnevalslaune.
 

von Marlies Grüter, Westfälische Nachrichten

 


06.08.08

„Tischler ist mein Traumberuf“
 

-grü- Saerbeck. Auf eine stolze 330-jährige Geschichte kann die Bau- und Möbeltischlerei Winkeljann in Andrup schon zurückblicken. Die letzten 25 Jahre der Firmengeschichte hat Michael Reckfort mit geprägt. Am 1. August 1983 begann Michael Reckfort seine Ausbildung bei Tischlermeister Georg Winkeljann. Seither ist Reckfort dem Betrieb am Andruper Weg treu geblieben. Grund genug für Georg Winkeljann sen, Mechthild Winkeljann und Sohn Niklas, Michael Reckfort zum 25-jährigen Jubiläum mit einer Urkunde der Kreishandwerkerschaft herzlich zu gratulieren


„Tischler war und ist mein Traumberuf“, sagt Michael Reckfort. „Ich wollte nie etwas anderes, als mit dem Werkstoff Holz arbeiten. Mein Hobby konnte ich zum Beruf machen.“ Nach wie vor ist es die Vielseitigkeit, die Reckfort an der Tätigkeit des Tischlers schätzt.

„Bei uns stehen Handwerk und Individualität im Vordergrund“, unterstreicht auch Georg Winkeljann sen., der nach dem Tod seines Sohnes den Betrieb mit Unterstützung seiner Schwiegertochter Mechthild Winkeljann und Michael Reckfort weiterführt. „Von der Klappe für den Schweinestall bis zum hochwertigen massiven Möbelstück wird in unserer Tischlerwerkstatt alles gefertigt“, beschreibt Winkeljann. Fenster, Türen, Treppen, Bodenbeläge und Inneneinrichtungen aus der Produktion der Bau- und Möbeltischlerei Winkeljann sind stets Maßanfertigungen, die die besondere Handschrift des traditionellen Tischlerhandwerks tragen^– und seit 25 Jahren auch ein wenig die von Michael Reckfort.
 

von Marlies Grüter, Westfälische Nachrichten


Weißer Sport auf sattem Grün

Rasentennis beim SC Falke

-grü- Saerbeck. Wimbledon – Halle – Westladbergen. Zugegeben, die Reihe klingt mit der angehängten dritten Lokalität in den Ohren echter Tennisfans etwas verwegen. Aber seit dem vergangenen Sonntag scheint sie so ganz abwegig nicht mehr zu sein. Da starteten nämlich die ersten Rasentennisspiele der Tennisabteilung des SC Falke in der Saerbecker Bauerschaft. Ein Name für das Ereignis war schnell gefunden: West-LA-Open. Und mehr noch: Nicht nur die Bezeichnung ließ Großes ahnen, die Matches fanden auf einem Rasenplatz statt, um den die Spezialisten des majestätischen Rasens in England und im ehrwürdigen Gerry-Weber-Stadion Halle die Teilnehmer der West-LA-Open sicher durchaus beneidet hätten.

 Aber ganz von vorne: „Eigentlich“, erzählen Rainer Erber und Albert Pottmeyer, die Ideengeber der Veranstaltung, „eigentlich war das Tennisturnier auf Rasen in den Weiten Westladbergens das Ergebnis eines gemütlichen Kegelabends.“ Eine Bierlaune also? „Eher das Resultat eines ausführlichen Fachgesprächs zwischen einem leidenschaftlichen Tennisspieler und einem Rasenprofi“, finden Erber und Pottmeyer, denn es blieb nicht bei der Idee allein. Das Projekt „Rasentennis in Westladbergen“, es wurde flugs in die Tat umgesetzt, denn gleich zwei gute Gründe sprachen dafür.

 Da ist zum einen der sportliche Reiz. „Rasentennis zu spielen, das ist der Traum eines jeden Tennisspielers“, sagt Rainer Erber und verweist auf die beiden großen Rasenturniere der Tennisprofis im legendären Wimbledon-Stadion und in Halle (Westfalen). „Tennis auf Rasen stellt an den Spieler ganz andere Anforderungen als in der Halle oder auf Sand“, weiß Erber. „Der Ball springt nicht so hoch. Das Spiel ist schneller und bewegungsintensiver als auf den anderen Plätzen. Schließlich wurde das Tennisspielen auf Rasen erfunden“, so Erber. Rasenerfahrungen zu sammeln ist aber für den Nicht-Tennisprofi kaum möglich, denn entsprechende Plätze sind rar gesät.

 Weißer Sport auf sattem Grün – wovon die Tennisspieler des SC Falke bislang nur träumten, machte Albert Pottmeyer möglich. Große Flächen in Westladbergen hat er für seine Rasenschule mit grünem Rasen bestückt, darunter auch Sportrasen, gezüchtet speziell für den Einsatz auf Fußball- oder Golfplätzen. Warum nicht auch strapazierfähigen Rasen für Tennisplätze produzieren? „Auf 1000 Quadratmeter Fläche wird im nächsten Jahr Tennisrasen angebaut“, hat sich Pottmeyer vorgenommen und schaute sich die Spiele auf der grünen Wiese ganz genau an, um zu studieren, welchen besonderen Anforderungen der Tennisrasen gewachsen sein muss. Der zweite gute Grund für die Tennisspiele in Westladbergen.

 Die Spieler aus Saerbeck, Emsdetten, Greven und Lienen, die am vergangenen Sonntag den Weg nach Westladbergen fanden, waren begeistert von der Rasentennispremiere und die Verantwortlichen der Tennisabteilung des SC Falke und Albert Pottmeyer versprachen: Im nächsten Jahr gibt’s eine grüne Neuauflage der West-LA-Open. „Eine tolle Veranstaltung für alle Tennisspieler“, waren sich die Teilnehmer einig und ließen sich gleich wieder eintragen in die Anmeldeliste, auch wenn’s bis zum Vergleich mit Wimbledon und Halle wohl doch noch ein wenig dauern wird...

von Marlies Grüter

24.07.08

Das Grab des Bogenschützen

Saerbeck. Die Archäologen vom Amt für Bodendenkmalpflege in Münster sind nördlich der Glane weiter aktiv. Eine neue Grabungsstelle haben sie bereits ins Visier genommen, wie von Dr. Jürgen Gaffrey, dem Leiter des Amtes, zu erfahren war. Nachdem die Firma Wolters eine neue, etwa sechs Hektar große Entsandung in Westladbergen beantragt hatte, folgte jetzt der Antrag der Denkmalpfleger an die Gemeinde auf Unterschutzstellung eines rund ein Hektar großen Teilbereichs dieser Fläche. Dr. Gaffrey: „Bei Voruntersuchungen haben Suchschnitte ergeben, dass sich hier Reste einer eisenzeitlichen Siedlung aus der Zeit um Christi Geburt befinden. Hier werden wir demnächst mit Grabungen beginnen, um genauere Erkenntnisse zu bekommen.“

Vermessen und dokumentiert wurde gestern das Grubenhaus aus dem frühen Mittelalter, dessen Überreste sich deutlich im hellen Sand abzeichnen. Foto: fks


Mit Unterbrechungen sind die Archäologen seit dem Sommer 2006 auf den Entsandungsflächen bei der Arbeit und haben dabei rund 3,5 Hektar Fläche auf Relikte aus historischer Zeit untersucht. Sie dokumentieren und bergen die Funde, die beim Amt für Bodendenkmalpflege in Münster wissenschaftlich ausgewertet werden. Bemerkenswert ist, was auf dem historischen Siedlungsgebiet an der Glane bereits alles ans Tageslicht gekommen ist. Dr. Gaffrey: „Vor allem die jungsteinzeitlichen Gräber, die um die 6000 Jahre alt sind, sind schon etwas Besonderes. Dem Grab eines Bogenschützen waren besonders viele Pfeilspitzen beigegeben, ein Zeichen dafür. dass er zu seiner Zeit eine herausragende Persönlichkeit war.“ Hausgrundrisse und Siedlungsgruben mit Keramikresten, die eine Rekonstruktion der Haushaltsgefäße ermöglichen, und weitere Pfeilspitzen aus Feuerstein wurden laut Dr. Gaffrey geborgen. Jüngster Fund ist ein Grubenhaus aus dem Frühmittelalter, wie es auch auf dem Sachsenhof in Greven rekonstruiert ist.

Während für den Unternehmer allein der Sand interessant ist, der in Westladbergen in guter Qualität vorhanden ist, setzen die Archäologen andere Akzente. Sie sind der örtlichen Geschichte auf der Spur, wollen vor allem wissen, wie die Menschen früher im hiesigen Raum gelebt haben, womit sie jagten oder fischten, was sie aßen und wie sie ihre Toten bestatteten. Der Sand hat die archäologischen Schätze konserviert. Erst wenn diese geborgen oder dokumentiert sind, kann der Bagger anrücken. Vor allem die Hochterrassen an Glane und Ems waren ideale Siedlungsorte, die bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgt werden können. Hier floss klares wasser mit Fischen vor der Haustür, und die Menschen waren sicher vor Hochwasser.
 

Franz Kampschulte, Westfälische Nachrichten


 

 

23.06.08

„Eitel Sonnenschein“ im Doppelpack
 
Saerbeck. „Als wir 1963 hier die neue Schule eingeweiht haben, da habe ich gesagt: Jetzt hat Westladbergen ein eigenes Kulturzentrum.“ Dr. Anton Gerdemann erinnerte sich am Sonntag im Gespräch mit Besuchern der CAJ-Werkstatt gerne an den Tag der Einweihung der Bauerschaftsschule vor 45 Jahren, denn das, was aus der bescheidenen Zwergschule geworden ist, das erfüllt den Saerbecker Ehrenbürgermeister immer noch mit Stolz. „Ein Kulturzentrum ist das Haus geworden und das längst nicht mehr nur für die Bauerschaft, sondern für den ganzen Kreis Steinfurt und darüber hinaus“, freute sich Gerdemann und mit ihm nicht nur Johannes Dierker, Leiter der Bildungsstätte, und sein Team, sondern viele Hundert Besucher, die am Sonntag nach Westladbergen pilgerten, um gemeinsam bei einem großen Tag der offenen Tür den 25. Geburtstag des Bildungshauses zu feiern.


Die Organisatoren hatten ganze Arbeit geleistet und ein abwechslungsreiches Programm für die Festgäste auf die Beine gestellt, das keine Wünsche offen ließ. Offizielle Reden und Grußworte, sie fanden nach dem Gottesdienst am Vormittag ihren Platz. Anschließend hieß es für große und kleine Besucher die Vielfalt der Bildungsstätte und der Bildungsarbeit zu entdecken. Kreativität und Fantasie, das Entdecken der eigenen Grenzen, alltägliche Dinge einmal mit anderen Augen sehen, Ökologie und Umweltschutz praktizieren – Bildung, so wie die CAJ-Werkstatt sie am Sonntag buchstabierte und demonstrierte, ist eben mehr.

Interessiert ließen sich die Besucher bei Hausführungen über die Arbeit der Bildungsstätte informieren und erfuhren, dass die CAJ-Werkstatt jährlich 15 000 Übernachtungen zählt und die Gäste längst nicht mehr nur aus der näheren Umgebung Saerbeck kommen. Wer Bildungsarbeit ganz praktisch erleben wollte, der konnte auf dem Freigelände auf Entdeckungsreise gehen.

Ständig umlagert war der mobile Hochseilgarten: Die eigenen Ängste überwinden und die hohen Bäume nur mit Muskelkraft erklimmen – das war eine echte Herausforderung für kleine und große Kletterfans. Jongleure und Feuerspucker waren ebenfalls nach Westladbergen gekommen und das nicht nur, um ihre Künste zu zeigen, sondern die Zuschauer zu animieren, selbst aktiv zu werden. Wie kann die Sonne über Westladbergen eingefangen werden? Natürlich durfte beim Tag der offenen Tür auch eine Demonstration der verschiedenen Solarprojekte nicht fehlen, die schon fast zu einem Markenzeichen der CAJ-Werkstatt geworden sind.

Für den richtigen (Bildungs-)Rhythmus sorgten gleich zwei bekannte Formationen: Erst packte die Sambaschule „Jabiru“ aus Osnabrück ihre Rhythmusinstrumente aus, bevor am späten Nachmittag die Sänger der „Cale Copf Company“ mit A-Capella-Gesang vom Allerfeinsten das große Festzelt zum Beben brachten. Hatten die Sänger doch keine Geringeren als „Robbie Williams“, „Howie“ und „Golden Earing“ stimmlich und in stilechter Kostümierung als besondere Geburtstagsgäste mitgebracht. Zugabe um Zugabe erklatschten sich die begeisterten Zuschauer, die die Cale-Cöpfe gar nicht mehr entlassen wollten. „Genau so haben wir uns das vorgestellt“, freute sich Johannes Dierker.

„Eitel Sonnenschein“ und das gleich doppelt: Denn Gewitterwolken machten am Sonntag einen großen Bogen um die CAJ-Werkstatt.

 

von Marlies Grüter

 


29.05.2008  

Hinter die Kulissen schauen

Saerbeck. Ein großes, weithin sichtbares Schild an der viel befahrenen B 475 in Westladbergen weist es aus: In drei Wochen feiert die CAJ-Werkstatt Geburtstag. Genau 25 Jahre ist es her, da wurde aus dem leer stehenden Gebäude der alten Bauerschaftsschule in Westladbergen die CAJ-Werkstatt. Dort, wo noch Jahre zuvor der Nachwuchs der Bauerschaft die Schulbank drückte, wurde eine Bildungs- und Freizeiteinrichtung für CAJler aus der Taufe gehoben. Zahlreiche Aus-, Um- und Anbauten begleiteten den Werdegang des Hauses nach 1993 hin zur offenen Bildungsstätte mit besonderem Profil.


Von den jährlich 15 000 Gästen, die in der CAJ-Werkstatt gezählt werden, nehmen knapp die Hälfte an den Seminarangeboten für Schüler aller Schulformen und Auszubildende teil. Inhaltlich decken die Seminare den Bereich der Umweltpädagogik, religiöse Orientierung, Suchtprävention, soziale Kompetenzen, Kommunikation oder Berufsvorbereitung ab. „Darüber hinaus“, so Johannes Dierker, Leiter der CAJ-Werkstatt, „wird unser Haus angefragt als Beleghaus für Jugendverbände, Pfarrgemeinden, Schulen, Familien- oder Jugendgruppen.“ Aus dem ganzen Kreis Steinfurt, aus Warendorf, Münster, dem Emsland und dem Ruhrgebiet kommen die Gäste nach Westladbergen.
 

Dierker und seine Mitarbeiter führen eine umfangreiche Adressenkartei, denn die Seminarteilnehmer werden regelmäßig im Rahmen eines internen Qualitätssicherungsprozesses befragt. Wer allerdings in diesen Tagen Post erhält von der CAJ-Werkstatt, der findet darin keinen Fragebogen, sondern eine Einladung zur Jubiläumsfeier der Bildungsstätte. „Eingeladen sind aber nicht nur Lehrer und weitere Multiplikatoren, sondern auch alle Bürger aus Westladbergen, aus Saerbeck und den Nachbarorten. Alle, die einmal hinter die Kulissen der CAJ-Werkstatt schauen möchten, und alle, die sich mit uns auf einen schönen, erlebnisreichen Tag freuen, sind willkommen“, unterstreicht Johannes Dierker.

Information und Aktion für Jung und Alt gibt’s darum am Sonntag, 22. Juni, von 11 bis 18 Uhr im Doppelpack. Während im Haus die Bildungsarbeit in ihren vielen Facetten vorgestellt wird, ist auf dem Außengelände für ein Veranstaltungsprogramm der Superlative gesorgt. Der Tag beginnt mit einem Festgottesdienst, musikalisch gestaltet vom Kolping-Gospelchor. Ab 13 Uhr ist Sambastimmung angesagt, bevor um 15 Uhr die Cale Copf Company zu einem Geburtstagskonzert in Westladbergen erwartet wird.
 

Marlies Grüter


 

19.05.08

Erster Auftritt vor großem Publikum
 

Saerbeck.

Auf diesen Tag hatten die Jüngsten des Spielmannszuges Westladbergen schon lange gewartet.

 Beim Schützenfest am vergangenen Samstag durften sie endlich das erste Mal vor großem Publikum auftreten. Beim Kaffeetrinken des Schützenvereins auf dem Festzelt am Hotel Stegemann brachten sie dem neuen Königspaar und dem Hofstaat ein Ständchen.

Viel Applaus gab’s für die Jungen und Mädchen. Ansporn genug, weiter fleißig zu üben. Unter der Leitung von Bettina Brockmeyer und Stefanie Stegemann erlernen die Nachwuchsmusiker seit einigen Monaten, was es bedeutet, als Flötist im Spielmannszug dabei zu sein.

Anblastechnik, Notenlehre, Rhythmus – das Ausbildungsprogramm ist umfangreich, wenn es darum geht, die Jüngsten in die Geheimnisse der Marschmusik einzuweihen.

Doch Bettina Brockmeyer und Stefanie Stegemann sind erfahrene Spielleute, die ihr Wissen gerne weitergeben und den Neulingen mit viel Geduld die „Flötentöne“ beibringen. „Der Anfang ist gar nicht so einfach, aber wenn die Grundlagen da sind, ist das Erlernen einfacher Märsche kein Problem mehr“, unterstreicht Bettina Brockmeyer.

Die eigene Nachwuchsarbeit hat im Spielmannszug Westladbergen Tradition. Kinder und Jugendliche aus der Bauernschaft, die sich für Musik interessieren, sind zum Üben eingeladen.

„Das Schützenfest, das der Spielmannszug Westladbergen traditionell begleitet, ist dann ein guter Termin, um sich der Öffentlichkeit vorzustellen“, so Bettina Brockmeyer. In diesem Jahr ist die Nachwuchstruppe sogar eine mit „blauem Blut“, denn zu ihr gehören das amtierende Kinderschützenkönigspaar Timo Stegemann und Kirsten Pottmeyer sowie „Königstochter“ Anja Teigeler.

von Marlies Grüter

18.05.08

Rekordverdächtiges Schützenfest

 

Saerbeck. Das war auf jeden Fall rekordverdächtig: Als Timo Helmig am Samstagmittag beim Westladberger Schützenfest bei strömendem Regen die Sternkönigswürde errang, war er gerade einmal 18 Stunden Mitglied des Vereins. Er kam, sah, schoss einen Stern und schaffte es bei der abschließenden Auslosung auch noch, Fortuna zu überzeugen. Als Sternkönigin wählte er Sarah Elsbecker an seine Seite.

Beim Vogelschießen am Freitagabend durfte Timo Helmig wie die anderen sechs jungen Neumitglieder des Schützenvereins Westladbergen allerdings noch nicht in den Schießwettbewerb eingreifen. Das machten die „gestandenen“ Schützenbrüder unter sich aus. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst, der wegen der unbeständigen Witterung nicht an der Marienkapelle, sondern im Festzelt stattfand, rückten die Schützen zur Vogelstange im Schützenwäldchen aus, um einen Nachfolger für Reinhard Grüter zu finden.

Ludger Teigeler erwies sich hier als besonders treffsicherer Schütze. Nach nur kurzem Ringen und 40 „Dicken“ gab sich der Holzvogel schon geschlagen und segelte gegen 22.30 Uhr von der Stange. Die große Schützenfamilie, darunter auch viele Gäste aus den benachbarten Schützenvereinen, jubelte, und der Vorsitzende Georg Schmiemann konnte wenig später die neue „Regierung“ der Westladberger Schützen proklamieren: Dem Schützenkönig 2008, Ludger Teigeler, steht als Königin seine Ehefrau Martina zur Seite. Den Hofstaat bilden Markus und Silke Hidding sowie Timmy und Daniela Rüschenschmidt.

Allen „Untertanen“ stellten sich die Majestäten, unter ihnen auch das Kinderschützenkönigspaar Timo Stegemann und Kirsten Pottmeyer, beim Ausholen am Samstagnachmittag auf dem Hof Schmiemann vor. Wie beim Vogelschießen hatte Petrus auch da ein Einsehen mit den Westladberger Schützen und schob die Regenwolken für kurze Zeit zur Seite, so dass die Schützen trockenen Fußes zum Festzelt ziehen konnten. Hier wartete schon eine gedeckte Kaffeetafel auf die Schützen.

Unbestrittener Höhepunkt des Schützenfestes aber war der abendliche Königsball mit der Mesumer Feuerwehrkapelle. Riesenstimmung herrschte im Festzelt am Hotel Stegemann bei den knapp 400 Gästen. Was kümmerten da Regenschauer und kühle Temperaturen? Das interne Barometer zeigte längst ein stabiles Dauerhoch und die gefühlte Stimmungstemperatur kletterte bis zum frühen Morgen auf nie da gewesene Werte: Absolut rekordverdächtig.

von Marlies Grüter

 


11.05.08

Timo Stegemann Kinderregent


Timo Stegemann und Kirsten Pottmeyer (Mitte) sind das neue Kinderkönigspaar des Schützenvereins Westladbergen. Foto: mg

 

Saerbeck. Timo Stegemann und Kirsten Pottmeyer regieren in Westladbergen den Schützennachwuchs. Beim Kinderschützenfest auf dem Hof Rohlmann zeigte sich Timo Stegemann am Pfingstsonntag als der treffsicherste Schütze. Mit der hölzernen Armbrust konnte er in spannenden Wettbewerbsrunden die kleinen Pfeile drei Mal in der Mitte der Zielscheibe platzieren und errang 27 Punkte. Zweiter wurde mit 24 Punkten der Kinderkönig des Vorjahres, Chris Stegemann, auf Platz drei landete Kevin Ventker-Stegemann mit 21 Punkten.


Dicht umlagert war der Schießstand beim Familiennachmittag des Schützenvereins Westladbergen, schließlich hatten sich mehr als 20 Jungen und Mädchen in die Bewerberliste eintragen lassen und Eltern und Großeltern zum Daumendrücken mitgebracht.

Während Ludger Teigeler dafür sorgte, dass beim Kinderkönigschießen alle Richtlinien eingehalten wurden, konnten die Erwachsenen bei herrlichem Wetter an einer großen Kaffeetafel unter dem schützenden Blätterdach alter Eichen Platz nehmen, leckeren Kuchen und frischen Kaffee genießen.

 

Für die Unterhaltung des Nachwuchses des Schützenvereins war bestens gesorgt. Beim flotten Kettcarfahren, beim Toben auf der Hüpfburg und beim Torwandschießen wurde die Zeit nicht lang. Hauptanziehungspunkt aber blieb das Armbrustschießen um die Kinderkönigswürde. Wie hat man die Zielscheibe am besten im Visier? Beide Augen auf, oder ein Auge fachmännisch zugekniffen? Spannend blieb der Wettbewerb bis zum Schluss.

Ganz offiziell geehrt wird das Kinderkönigspaar 2008 am kommenden Freitag und Samstag beim „großen“ Schützenfest in Westladbergen.

Schon am vergangenen Freitag haben die Schützen die Vogelstange im Schützenwäldchen hinter der CAJ-Werkstatt geschmückt. Am nächsten Freitag, 16. Mai, beginnt das Schützenfest in Westladbergen mit einem Gottesdienst um 18 Uhr an der Marienkapelle mit anschließendem Königschießen.

Beim Ausholen der Majestäten am Samstagnachmittag auf dem Hof Schmiemann sind Timo Stegemann und Kirsten Pottmeyer als neues Kinderkönigspaar dann auch dabei.
 

Von Marlies Grüter

Westfälische Nachrichten


18.05.08

Tempo 70 auf dem Lengericher Damm
 

Saerbeck. Was lange währt, wird endlich gut – doch ob sich die Autofahrer auch daran halten werden, steht auf einem anderen Blatt. Am Lengericher Damm, kurz bevor die Bäume am Straßenrand so dicht stehen, dass sie eine Allee bilden, ist jetzt Tempo 70 angesagt, um die Geschwindigkeit zu drücken. Das Tempolimit ist das Ergebnis einer Verkehrsschau, die schon länger zurück liegt.


Bereits zweimal hat der Rat einen Antrag beim Kreisstraßenverkehrsamt auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem Lengericher Damm gestellt, doch beide Male war er abgelehnt worden. Begründung: Tempo 100 ist weitern erlaubt, weil der Autofahrer selbst erkennen sollte, wo er den Fuß vom Gaspedal nehmen muss.

Jetzt ist das Straßenverkehrsamt einen Kompromiss eingegangen und hat dort Tempo 70 bewilligt, wo die Bäume besonders dicht stehen. Denn hier ist die Straße besonders gefährlich. Schwere Unfälle gab es vor allem dann, wenn Autofahrer auf der leicht gewölbten Fahrbahn auf die Bankette gerieten und gegen einen der Bäume stießen. Auf eine Markierungslinie in der Fahrbahnmitte hat der Kreis bisher absichtlich verzichtet, weil sich Autofahrer damit noch besser orientieren können und erfahrungsgemäß schneller fahren.

 

VON FRANZ KAMPSCHULTE, GREVEN

 

 


 

  VON FRANZ KAMPSCHULTE,

 

Neue Brücken über den Kanal

 

Saerbeck. Die beiden Brücken über den Dortmund-Ems-Kanal in Verlängerung des Lengericher Damms und des Brochterbecker Damms werden ersetzt. Sie haben schon ein Jahrhundert auf dem Buckel, wurden kurz nach dem zweiten Weltkrieg erbaut und zwischendurch wegen des wachsenden Verkehrs und der immer schwerer werdenden Fahrzeuge schon einmal verstärkt. Bei den Bauwerken handelt es sich um genietete Stabbogenbrücken, die damals übliche Bauweise.


Jetzt sollen die beiden Brücken durch Neubauten ersetzt werden, wie es in Dörenthe oder auf Grevener Gebiet bereits geschehen ist. Das bestätigte Christian Kleine vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Rheine, der in der Behörde den Sachbereich Neubauwesen leitet. Möglichst „zeitnah“ soll das geschehen. Ein Planfeststellungsverfahren wurde bisher noch nicht eingeleitet, es gibt jedoch schon eine grobe Vorplanung.

Für den Neubau der beiden Brücken bestand bisher kein akuter Handlungsbedarf, weil der schnurgerade Saerbecker Abschnitt des Dortmund-Ems-Kanals laut Christian Kleine nicht mehr verbreitert werden muss. Er ist mit 42 Metern Breite bereits als Überholstrecke für Binnenschiffe ausgelegt und wird auf beiden Seiten durch Spundwände begrenzt. So bietet er auch der neuen größeren Generation von Binnenschiffen ausreichend Platz.

Beim Brochterbecker Damm handelt es sich um einen Wirtschaftsweg, der Lengericher Damm ist jedoch eine Kreisstraße, deshalb stimmen das Wasser- und Schiffahrtsamt und das Kreisstraßenbauamt auch das weitere Vorgehen ab, wie dessen Leiter Stephan Selker bestätigte. Hier soll die Kanalbrücke nicht nur erneuert, sondern auch nach Süden verlegt werden, um vor allem die gefährliche Linkskurve auf dem Lengericher Damms kurz vor der Rampe der Kanalbrücke zu entschärfen.

Fertiggestellt ist inzwischen der Radweg am Lengericher Damm auf einer Länge von 2,5 Kilometern von der Einmündung am Hof Hegemann bis zum Kanal. Er verläuft auf der gleichen Trasse wie das Starkstromkabel von den Lengericher Stadtwerken, das seinerzeit von der Saerbecker Ver- und Entsorgungsgesellschaft (SaerVe) zur besseren Versorgung des Gewerbegebiets Schulkamp dort verlegt worden war. Die Gesamtkosten für den Radweg lagen bei 330 000 Euro, vom Land kamen 231 000 Euro als Zuschuss. Den Kostenanteil des Kreises hat die Gemeinde vorfinanziert. Durch die Zusammenlegung beider Baumaßnahmen konnten etwa 70 000 Euro eingespart werden.

 


 

40 Jahre im Dienst der Gemeinde

Saerbeck. Seit vier Jahrzehnten wird die Personalakte von Georg Remke in der Gemeindeverwaltung geführt. „Die Akte enthält ganz wenig, und das wiederum sagt viel aus über einen sehr geschätzten Mitarbeiter“, machte Bürgermeister Wilfried Roos gestern Morgen im Rahmen einer kleinen Feierstunde zum 40-jährigen Dienstjubiläum von Georg Remke deutlich.Remkes Tätigkeit begann am 1. März 1968. „Erst war es die Vermessung, dann die Kläranlage, der Hausmeisterdienst an der Sinninger Schule und schließlich der Bauhof der Gemeinde, wo Georg Remke seine Arbeitskraft für die Bürger der Gemeinde einsetzte“, berichtete der Personalratsvorsitzende Ludger Greiling. Lange Jahre war Georg Remke stellvertretender Leiter des Bauhofs, bis er aus gesundheitlichen Gründen Anfang 2007 in den „Innendienst“ wechselte und nun die Telefonzentrale im Rathaus bedient sowie die Materialbeschaffung organisiert. „Fachliche Kompetenz gepaart mit Freundlichkeit und Bürgernähe, das macht Georg Remke aus“, bedankte sich der Bürgermeister mit einem großen Blumenstrauß, einer Ehrenurkunde und einem „flachen“ Geschenk.

Dienstag, 04. März 2008  |  Quelle: Westfälische Nachrichten (Saerbeck)

 


 

Sandiger Bodenschatz

Westfälische Nachrichten vom 05.04.2008

Saerbeck. Seit einigen Jahren schon wird in Westladbergen gebuddelt. Im Gebiet südlich der B 475 und westlich der Hüttruper Straße sind unermüdlich Bagger und Radlader im Einsatz. Der „Bodenschatz“, der hier zutage befördert und abgegraben wird, ist Sand. Aber nicht irgendein x-beliebiger Sand, sondern Sand von besonderer Güte. Beste, feinkörnige Qualität, praktisch lehm- und steinfrei. Das weiß keiner besser als der Saerbecker Unternehmer Josef Wolters, der schon lange im Sandgeschäft tätig ist und bereits zwei Sandgruben in Westladbergen betreibt.


„Der Sand, den wir hier gewinnen, wird doppelt nachgefragt“, erzählt Josef Wolters. Das hat seinen besonderen Grund, denn der Sand aus Saerbecks Osten lässt sich aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften besonders gut verdichten. Das schätzen zum einen die Häuslebauer der Region. „Fast an jeder Baustelle wird Sand zum Anfüllen benötigt“, erklärt Wolters, der mit seinen Lkw für entsprechendes, sandiges Material sorgen kann – gewonnen in Westladbergen.

Darüber hinaus wartet ein weiterer großer Abnehmer täglich auf die Sandlieferungen aus dem Münsterland: Ein Kalksandsteinwerk im Sauerland „backt“ aus einem Gemisch aus Saerbecker Sand, Kalk und Wasser Kalksandsteine, die höchsten Qualitätsansprüchen genügen müssen. Jeden Tag werden acht bis zehn Lkw-Ladungen Sand allein ins Sauerland gebracht, damit die Steineproduktion nicht gefährdet ist. „Wir brauchen also kontinuierlich Sandnachschub“, sagt Josef Wolters. Die Unterhaltung der Sandgruben gehört neben dem Transport von Baumaschinen und Schüttgütern, Abbruch- und Erdarbeiten sowie dem Betrieb eines Recyclinghofes inzwischen zu den wichtigsten Geschäftszweigen seines Unternehmens, das über 30 Mitarbeiter beschäftigt.
Wenn also die Sandvorräte in einer Grube zu Neige gehen, schaut Wolters sich nach neuen „Sandgebieten“ um. Aktuell ist das wieder der Fall: Während die Flächen, die in den vergangenen Jahren entsandet wurden, schon rekultiviert werden, hat Josef Wolters eine knapp sechs Hektar große Ackerfläche Richtung Andrup im Blick, ebenfalls auf der Hochterrasse der Glane gelegen. Unter der Ackerkrume lagert der begehrte feine Sand, das haben erste Proben schon ergeben. Drei bis viereinhalb Meter tief soll Sand gegraben werden.

Doch bevor mit dem Sandabbau begonnen werden kann, liegen Pläne und begleitende Gutachten zur öffentlichen Einsichtnahme im Rathaus aus. Noch bis zum 25. April können die Pläne im Rathaus, Zimmer 206, eingesehen werden.

Aber nicht nur die Saerbecker Bürger, auch die Archäologen interessieren sich für den neuen Sandacker. Auf einer Fläche von etwa einem Hektar werden Bodenuntersuchungen vorgenommen, um hier vermutete alte Siedlungsspuren zu sichern, bevor die Bagger anrücken, um den sandigen Bodenschatz zu heben.
 

VON MARLIES GRÜTER


 

 

Rasenfachtagung

Saerbeck. Zur ersten Rasenfachtagung hatte jetzt die Rasenschule Albert Pottmeyer ins Hotel Stegemann eingeladen. Mehr als 100 Mitarbeiter von Garten- und Landschaftsbauunternehmen der Region ließen sich von ausgewiesenen Rasenexperten aus erster Hand informieren rund um die fachgerechte Rasenpflege. Themen waren unter anderem die Bodengesundheit, die Nährstoffversorgung, der Pflanzenschutz und die Verbesserung der Anwuchsbedingungen beim Rollrasen.
 

von Marlies Grüter                     vom 18.02.08

 


Bester Umzug aller Zeiten

 

Saerbeck - Das ganze Dorf war auf den Beinen. Tausende säumten die Straßen, als sich am Samstag um 14.11 Uhr der Zug in Bewegung setzte. Es war - nach übereinstimmender Meinung der meisten Beobachter - wohl der beste Umzug in der Geschichte des Saerbecker Karnevals.

Große Mühe hatten sich die Vereine gegeben, die große, aber auch die Lokalpolitik auf die Schippe zu nehmen. "Benzin, Strom, Gas, Milch: melkt uns man so weiter!", denn frisch "ausgesaugt vom deutschen Staat!" fühlten sich die Schulkämper, wie sie mit ihrem Wagen klar machten.

Der Überbauung des Eltingmühl